Neubau oder Sanierung?
Bekanntermaßen leistet die energetische Sanierung von Gebäuden einen nicht unerheblichen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen. Des Weiteren hat ebenjene Sanierung auch eine hohe Signifikanz auf dem Sektor der Klimaschutzpolitik. Das nachhaltige Bauen erfordert zudem eine entsprechende Betrachtung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Aspekte. Die Frage, die sich momentan wohl viele Immobilienbesitzer stellen, lautet: Kann der Abriss und Wiederaufbau eines Wohngebäudes an gleicher Stelle als Bestandsersatz eine sinnvolle Alternative zu der partiellen Sanierung sein?
Was empfiehlt sich?
In Deutschland ist das gar nicht so unüblich: Viele Altbauten werden zunächst abgerissen, um anschließend durch Neubauten ersetzt zu werden, weil sie irgendwann einfach nicht mehr den Renditevorstellungen ihrer Eigentümer entsprechen. Es gibt hinreichend viele Fälle, in denen diese Vorgehensweise durchaus sinnvoll oder sogar notwendig ist. Passend dazu hat eine aktuelle Studie ergeben, dass etwa 10 Prozent des deutschen Wohnbaubestandes gar nicht mehr saniert werden kann, weil das unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten keinerlei Sinn ergeben würde. Der sogenannte „Bestandsersatz“, wie der Abriss und Wiederaufbau eines Objektes an gleicher Stelle auch genannt wird, ist in solchen Fällen selbstverständlich die wesentlich sinnvollere Alternative. Sollte es sich allerdings bei dem jeweiligen Bedarfsfall um eine Innensanierung handeln, bei der die Substanz des Gebäudes unangetastet bleiben kann, macht ein solches Vorgehen natürlich keinen Sinn. Fehlt es zum Beispiel lediglich an Wänden und Raumteilern, wartet die preisgünstige Alternative auf Seiten wie lehnert-gmbh.de. Das Abwägen des jeweiligen Einzelfalles sollte nicht ohne die Konsultation eines Fachmanns vonstattengehen. Mit diesem diffizilen Thema beschäftigten sich in jüngster Zeit auch mehrere Studien, die sich auf den sogenannten „kleinen Wohnungsbau“ in Deutschland fokussierten. Darunter fallen auch alle Ein- und Mehrfamilienhäuser mit bis zu 12 Wohneinheiten. Der Anteil dieser Gebäude am Gesamt-Wohnungsbestand ist übrigens nicht unerheblich: Er liegt bei rund 90 Prozent oder insgesamt 36 Millionen Wohneinheiten. Die Untersuchung ergab, dass sich Großsiedlungen und Großwohnbauten meist noch mit akzeptablem Aufwand auf zeitgemäßes energetisches Niveau bringen lassen. Hier sind die Gebäudevolumina groß, die Details standardisiert und die Eigentumsverhältnisse in den meisten Fällen überschaubar. Bei kleineren Wohnbauten ist das logischerweise nicht der Fall.
Was ist eigentlich wirtschaftlich?
Den Untersuchungen zufolge sind vor allem die Vollkosten der jeweiligen Maßnahme bei der Entscheidung ausschlaggebend. Dazu gibt es allerdings auch gegenteilige Meinungen und es scheint, als würde dieses Streitthema wohl nicht so schnell ad acta gelegt werden. Sonderfälle sind hier auch alte Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen. In der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ist es schon relativ häufig vorgekommen, dass ein Gebäude Stein für Stein demontiert und anschließend mit einem großen Teil der ursprünglichen Bausubstanz wieder aufgebaut wurde.